Beziehungsanarchie

Aussprache:

|riˈlāSHənˌSHip ˈanərkē|

Definition:

Beziehungsanarchie ist die Praxis, Beziehungen aufzubauen, die nicht durch traditionelle oder gesellschaftliche Regeln definiert sind, sondern durch die Regeln und Normen, auf die sich die beteiligten Personen einigen.

Wenn eine Beziehung einen sexuellen Kontext besitzt, in den mehrere Sexualpartner involviert sind, kann sie als polyamor betrachtet werden. Beziehungsanarchie unterscheidet sich jedoch von Polyamorie in dem Sinne, dass es keine formale Unterscheidung zwischen platonischen, sexuellen oder romantischen Beziehungen gibt.

Beziehungsanarchisten betrachten jede Beziehung für sich, unabhängig von allen anderen Beziehungen, die sie zu diesem Zeitpunkt haben könnten. Dabei vermeiden sie es, diese Beziehungen mit gesellschaftlich genormten Begriffen wie „in einer Beziehung“, „nur Freunde“ oder „Freund“ und „Freundin“ zu kategorisieren.

Beispiel:

Alex hatte einen kleinen Freundeskreis. Trotz der Tatsache, dass sie mit jedem einzelnen Freund bzw. jeder einzelnen Freundin einen unterschiedlichen Grad an Intimität und eine andere Chemie besaß, bezog sie sich auf sie alle unter dem Oberbegriff „Freund/in“.